Bryce Canyon
Mein grosser Bruder ist 17 Jahre älter als ich. Vor 25 Jahren zeigte er mir die Bilder, die er von seiner USA-Reise mitgebracht hatte. Da begann der Traum und jetzt endlich konnte ich ihn selber live sehen, den Bryce Canyon.
Es war schon spät am Tag, als wir ankamen. Und auf annähernd 3000m Höhe war es eisig kalt, aber der Ausblick war einer der schönsten, den ich auf der Reise sah.
Atemberaubendes Panorama am Bryce Point
Aufgrund der Kälte sind wir nur die Viewpoints der Reihe nach abgefahren. Wer die wahre Pracht sehen will, sollte laufen oder das Gelände auf dem Rücken eines Pferdes erkunden.
Felsen in leuchtendem Rot und Pink, in bizarrsten Formen. An manchen Stellen sieht es aus wie auf einem Nadelkissen. Zu jeder Tageszeit, je nach Lichteinstrahlung, sehen die Felsen anders aus.
Sunrise Point am nächsten Morgen
Der Bryce Canyon ist in Wahrheit gar kein Canyon, denn es gibt keinen Fluss, der ihn gegraben hat. Einzig Wind, Wasser und Frost haben dieses Amphitheater am Rande einer Bergformation geschaffen.
Der Namensgeber war ein Mormone namens Ebenezer Bryce, der laut Legende in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts im Bryce Canyon nach einer verlorenen Kuh gesucht hat. "This place is a hell of a place to lose a cow", (Das ist ein Höllenplatz, um eine Kuh zu verlieren) soll er gesagt haben.
Die Indianer hingegen sahen in den Felsen in Stein verwandelte Wesen aus einer fernen Zeit und nannten den Ort: "Angka-ku-wass-a-wits" (rot angemalte Gesichter), was angesichts einiger Bilder nicht verwundert.
Im linken Bild sieht man mit etwas Fantasie ganz viele "Statuen", im rechten Bild ganz deutlich ein monströses Gesicht am Felsen!









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